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Das Vorwort
Dieses Buch über Fundraising ist etwas
Besonderes. Nicht weil es ganz besondere Projekte beschreibt oder
außergewöhnlich raffinierte Methoden vorstellt. Das tut
es gerade nicht. Es ist besonders, weil es ein Lesebuch ist. Es stellt
die einzelnen Methoden des Fundraising anhand realisierter Projekte
dar. Das hat den Vorteil, dass Sie von Praktikern lernen, wie man
ein Projekt plant, angeht und durchführt. Sie erfahren auch,
was es für Schwierigkeiten gibt und wie Sie damit umgehen können.
Außerdem erbringen unsere Autoren den Nachweis, dass diese Methoden
tatsächlich Erfolg bringen.
Natürlich ist jedes Projekt ein Spezialfall, der sich nicht ohne
weiteres eins zu eins in der eigenen Einrichtung übernehmen lässt.
Deshalb haben wir am Ende jeden Kapitels die wichtigsten Merkmale
der jeweiligen Methode zusammengefasst, geben Tipps und Hinweise für
die Anwendung in der Praxis und weisen wo möglich auf einschlägige
Fachliteratur hin.
Damit sind wir bei einer weiteren Besonderheit: Wir verbinden die
Praxis mit der Theorie. Die Fachartikel und Interviews im zweiten
Teil des Buches beleuchten die Hintergründe des Fundraising.
So wird etwa die Wichtigkeit der flankierenden Öffentlichkeitsarbeit
dargelegt, ethische Aspekte des Geldsammelns werden beleuchtet. Ein
Bankvorstand schildert Sponsoring aus Unternehmersicht, der deutsche
und der katholische Spendenmarkt werden kommentiert und Altbischof
Dr. Josef Homeyer leistet eine theologische Grundlegung.
Schließlich handelt es sich beim vorliegenden Buch um einen
Fundraising-Reader mit kirchlicher Orientierung. Alle beschriebenen
Projekte sind aus dem Bereich von Kirche oder Einrichtungen in kirchlicher
Trägerschaft, Caritas, Verbänden und Orden. Wir wollen damit
zeigen, dass auch und gerade „katholisch“ im Fundraising
kein Nachteil sondern ein Gütesiegel ist, wie Gregor von Fürstenberg,
Vizepräsident von missio Aachen im Interview betont.
Wir hoffen, dass Ihnen dieses Buch eine Menge an Wissen und Erfahrungen
vermittelt, die Sie in der eigenen Einrichtung gewinnbringend anwenden
können. Aber: auch der beste Fundraiser, die beste Fundraiserin
kann nicht alles wissen. Überhaupt lebt Wissen davon, dass es
ständig erweitert, modifiziert, ja auch revidiert wird. Deshalb
haben wir zu diesem Buch eine eigene Internetseite eingerichtet: www.fundraising-in-der-praxis.de.
Dort finden Sie vertiefende Informationen. Zum Beispiel eine sehr
ausführliche Literatur- und Linkliste, die regelmäßig
aktualisiert wird. Auch die Bilder aus dem Artikel „Armut plakativ“
können Sie dort in Farbe betrachten. Selbstverständlich
können Sie uns dort auch eine Nachricht hinterlassen, uns zum
Buch Ihre Meinung sagen oder über Ihre eigenen Erfahrungen berichten.
Wir danken unseren Autorinnen und Autoren für ihre Beiträge
und die Bereitschaft ihr Praxiswissen mit den Lesern zu teilen.
Ein Hinweis: Aus Gründen des Leseflusses wurde im Text die hergebrachte
männliche Schreibweise gewählt. Selbstverständlich
sind hier immer auch die Frauen angesprochen.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und viel Erfolg
bei den eigenen
Fundraising-Projekten.
Udo Schnieders
Konrad Höß
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